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Hilfsmittellotse
Mobilität7 Min. LesezeitAktualisiert Juli 2026

Rollator: kaufen oder von der Kasse?

Moderner Leichtgewicht-Rollator vor hellem Hintergrund
Standardmodell auf Rezept oder leichter Rollator zum Kaufen: Beides hat seine Stärken.

Ein Rollator gibt Sicherheit beim Gehen zurück. Doch soll es das Kassenmodell auf Rezept sein oder ein leichter Rollator zum Selberkaufen? Beides hat seine Berechtigung. Diese Übersicht hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Der Rollator als Hilfsmittel

Ein Rollator ist ein anerkanntes Hilfsmittel und im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen gelistet. Das bedeutet: Wenn ein Arzt die medizinische Notwendigkeit bescheinigt, beteiligt sich die Krankenkasse an den Kosten. Ein Pflegegrad ist dafür nicht nötig, das Rezept genügt.

Rollator über die Krankenkasse

Mit einem Rezept erhalten Sie einen Standardrollator. Für Sie fällt in der Regel nur die gesetzliche Zuzahlung an, meist rund zehn Euro. Häufig wird das Modell leihweise über ein Vertragssanitätshaus bereitgestellt.

Vorteile:

  • sehr geringe eigene Kosten,
  • Wartung und Reparatur laufen über das Sanitätshaus,
  • schnelle Versorgung mit einem soliden Standardmodell.

Der Standardrollator ist robust, aber vergleichsweise schwer (oft neun bis elf Kilogramm) und lässt sich nicht immer leicht im Auto verstauen.

Rollator selbst kaufen

Wer mehr Komfort möchte, kann einen Rollator privat kaufen oder gegen Aufpreis ein höherwertiges Modell wählen. Besonders beliebt sind Leichtgewichtrollatoren aus Aluminium oder Carbon mit fünf bis sieben Kilogramm.

Vorteile:

  • deutlich leichter und faltbarer, gut für unterwegs und fürs Auto,
  • mehr Auswahl bei Bremsen, Sitz, Korb und Reifen,
  • oft schöneres Design und individuelle Anpassung.

Der Nachteil ist der Preis: Leichtgewicht- und Premiumrollatoren kosten je nach Ausstattung meist zwischen 150 und 500 Euro, die Sie selbst tragen oder als Aufpreis zum Kassenmodell zahlen.

Kaufen oder Kasse? Der Vergleich

Als Faustregel gilt:

  • Das Kassenmodell reicht, wenn der Rollator vor allem in der Wohnung und in der näheren Umgebung genutzt wird und die Kosten niedrig bleiben sollen.
  • Ein Kauf lohnt sich, wenn Sie viel unterwegs sind, den Rollator oft ins Auto heben oder Wert auf geringes Gewicht und Komfort legen.

Viele entscheiden sich für einen Mittelweg: Sie nehmen das Rezept und zahlen einen Aufpreis für ein leichteres Modell. Das Sanitätshaus rechnet den Kassenanteil an und Sie zahlen nur die Differenz.

Alle Preise sind Richtwerte und ohne Gewähr. Die genaue Höhe von Zuzahlung und Aufpreis hängt von Kasse, Modell und Sanitätshaus ab.

So kommen Sie an Ihren Rollator

  • Rezept vom Arzt: Hausarzt oder Facharzt stellt eine Verordnung über einen Rollator aus.
  • Sanitätshaus wählen: Dort wird der Rollator angepasst und die Höhe eingestellt.
  • Aufpreis klären: Bei einem höherwertigen Modell rechnet das Sanitätshaus den Kassenanteil an.
  • Einweisung: Lassen Sie sich Bremsen, Höhe und richtiges Gehen kurz zeigen, das erhöht die Sicherheit.

Wir vermitteln Sie kostenlos an ein geprüftes Sanitätshaus in Ihrer Nähe, das beide Wege anbietet und Sie ehrlich berät.

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